#76

RE: Waldstraße

in Wälder um den Starnberger See 04.03.2012 13:40
von Bloody Mary

Ihr Kopf ruhte noch immer direkt neben dem seinen, als sie merkte, wie er langsam das Messer einklappte und wegsteckte. Doch bevor sie sich wieder zurück zog, biss sie ihm kurz, nicht allzu schmerzhaft, aber deutlich spürbar, in den Hals. Dann stellte sie sich wieder aufrecht vor ihn hin und blickte entschlossen in seine Augen. Als er versuchte um ihr Spiel zu failschen, konnte sie sich ein bösartiges Grinsen nicht verkneifen. "Du willst die Spielregeln ändern? Gut. Ändern wir die Spielregeln. Du bekommst eines der Messer, wenn ich dich treffen sollte. Dafür verringert sich der Abstand, den mein Messer zu deinem Körper haben muss, damit du frei und mit deinem Leben und deinem Spielzeug davon kommst, von 10, auf 5 Zentimenter." Niemand würde einfach so ihre Spielregeln ändern, ohne dafür nicht einen gewissen Preis zu zahlen. Sie machte eine überaus übertriebende, einladende Geste in Richtung des Baumes. "Nach dir, Sweetheart." Das eine Messer hielt sie noch immer fest, bereit jederzeit damit zuzustechen, während sie das andere so in die Hand nahm, dass sie es gut werfen konnte. Sie wusste um ihre Fähigkeiten und wie gut oder schlecht diese waren. Es bereitete ihr vergnügen, dass der Junge hingegen scheinbar nicht wusste, worauf er sich hier gerade eingelassen hatte. Dann wartete sie ab, dass der Junge sich am Baum positionierte.

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#77

RE: Waldstraße

in Wälder um den Starnberger See 04.03.2012 13:54
von Corvin • Besucher | 53 Beiträge

Corvin war so sehr drauf konzentriert, was die Horrobraut ihm zu sagen hatte, daß ihr plötzlicher Biß ihn vollkommen überrumpelte. Im Reflex zuckte er jäh zur Seite, doch das Messer an seiner Hüfte hielt ihn in derselben Bewegung davon ab, ganz auszureißen.
Tief durchatmend, bemühte er sich, die Augen offen und seine Konzentration aufrecht zu erhalten. Jetzt in Panik zu geraten, würde alles nur noch schlimmer machen. Auch, wenn dem demütigendem Gefühl nach es gar nicht mehr schlimmer kommen konnte ...

"Wouw, okay ..." Abwehrend hob der Schwarzhaarige die Hand hoch, mit der Fläche nach außen. "Behalt deinen Kram und geh auf zehn Zentimeter!"
Auf ihren Wink hin löste er sich schließlich wie in Trance von der Stelle und näherte sich Schritt für Schritt dem besagten Baum. Und schon wieder mußte er, völlig irrational und halt wahnsinnig vor hilflosem Zorn, an Wilhem Tell denken.
Als er schließlich mit dem Rücken zum Stamm stand, schien sein Blick geradewegs durch Mary hindurch zu gehen. Und seine Gedanken klammerten sich an nur noch eine Erinnerung ... einen Namen. Justin.
Fall er jetzt dabei draufging, konnte er nur hoffen, daß sein Bruder und die Devas ihm das jemals verzeihen konnten ... Auch, wenn sie vielleicht nie erfuhren, was aus ihm geworden war.

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#78

RE: Waldstraße

in Wälder um den Starnberger See 04.03.2012 14:21
von Bloody Mary

Mary lachte kurz und hoch auf, als der Junge einen Rückzieher machen wollte. "Aber aber. Du wolltest die Spielregeln doch ändern. Nun sind sie geändert." Ihre Miene verriet, dass Mary nicht zum Spaßen aufgelegt war und eine erneute Änderung der Regeln nicht akzeptieren würde. Sie wartete noch einen Moment, bis der Junge ruhig vor dem Baum stand. Dann nahm sie den rechten Arm hoch und legte kurz abschätzend den Kopf erst auf die eine und dann auf die andere Schulter. Ihre Zunge fuhr kurz über ihre dunkelroten Lippen. "Also, ich an deiner Stelle, würde jetzt ganz ruhig stehenbleiben." sprach sie und ein irres Kichern drang aus ihrer Kehle hervor. Sie fuhr mit ihren Augen über den Körper des Jungen und überlegte, wo sie zuerst hinwerfen sollte. Mit einer raschen, ruckartigen Bewegung warf sie das Messer nach dem Jungen, welches sehr dicht neben seinem Oberschenkel in den Baum einschlug. Bevor Mary das nächste Messer war, ging sie zu dem Baum herrüber über ging vor dem Jungen in die Knie. Sie schaute sich das Ergebnis ihres Wurfes an und war durchaus zufrieden. Dann zog sie das Messer wieder heraus und sah ihn mit einem provokanten Blick an. "Mumm hast du ja, Darling." Sie drehte sich um und ging auf ihre Position zurück.

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#79

RE: Waldstraße

in Wälder um den Starnberger See 04.03.2012 14:36
von Corvin • Besucher | 53 Beiträge

Ihr höhnischer Rat, daß er sich nicht bewegen sollte, war im Grunde überlüssig. Irgendetwas in ihm war völlig erstarrt - während seine Konzentration sich einfach nur darauf richtete, dieses rothaarige Biest nicht noch mehr zu reizen. Es war genau wie damals bei Garry. Und doch völlig anders.
Diesmal war es eine Frau, die mit seinem Körper spielte wie mit einer Puppe. Eine Frau, die dieses eklige, erniedrigende Gefühl in ihm wachrief! Corvin hätte am liebsten die Augen zugemacht und sich weit weg gewünscht. Doch er wußte, das würde genausowenig klappen wie das Rad der Zeit zurückzudrehen, dahin, als noch alle Erwachsenen am Leben waren.

Und noch während er krampfhaft versuchte, einfach nur ruhig stehenzubleiben, sauste die scharfe Klinge surrend auf ihn zu und schlug dicht neben ihm in die Rinde des Baumes. Nun hatte Corvin instinktiv doch noch die Augen zugekniffen. Erst, als der erwartete Schmerz ausblieb, wagte er zu blinzeln und starrte auf die Stelle dicht neben seinem Bein, in der da Messer immer noch zitternd hing.
Im nächsten Moment stand auch schon Bloody Mary wieder vor ihm. Stur starrte Corvin an ihr vorbei, tat nun einach so, als hätte er ihre Worte nicht gehört.
Seine grauen Augen verloren sich irgendwo am Horizont. Er mußte nur aushalten, dann würde es gleich vorbei sein ...

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#80

RE: Waldstraße

in Wälder um den Starnberger See 04.03.2012 14:56
von Bloody Mary

Mary war wieder an der selben Position angekommen von der sie gerade eben aus das Messer geworfen hatte und wandte sich wieder dem Jungen und dem Baum zu. Dann ging sie zwei große Schritte rückwärts und sprach dabei "Das war zu einfach. Machen wir es doch etwas interessanter." An ihrer neuen Position blieb sie kurz stehen und nahm nun das andere Messer in die Hand. Sie warf es einmal hoch und fing es an der Klinge mit den Fingern wieder auf. Dann hob sie erneut den Arm und lächelte ihren Mitspieler feindseelig an. Ganz langsam und mit dem hämischen Gedanken im Kopf, dass er es mitbekommen musste, schloss Mary die Augen. Sie wartete noch eine Sekunde ab und warf dann das Messer mit einer schwungvollen Bewegung. Erst als das Messer schon im Flug war, öffnete sie wieder die Augen und beobachtete, wie das Messer knapp neben seinem Oberarm in den Baum eindrang. "Zwei von Drei hast du zumindest schonmal überlebt." Erneut drang dieses wahnhafte Kichern aus Marys Kehle als sie näher auf ihn zu trat und feststellte, dass auch das zweite Messer noch innerhalb der fünf Zentimeter neben ihm eingeschlagen war. Sie zog es aus dem Stamm und blieb noch einen Augenblick bei ihm stehen. "Na, bereit für das große Finale, Honey?" Ihr Tonfall ließ erraten, dass Mary noch lange nicht alle Asse aus dem Ärmel gezogen hatte und noch etwas besonderes in der Hinterhand bereit hielt.

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#81

RE: Waldstraße

in Wälder um den Starnberger See 04.03.2012 15:07
von Corvin • Besucher | 53 Beiträge

Daß dem Jungen mittlereweile alle Farbe aus dem Gesicht gewichen war, sprach für sich. Abgesehen davon, daß er dastand, wie zur Salzsäule erstarrt.
Immer noch hielt er den Blick unnatürlich geradeaus gerichtet, und bis auf sein krampfhaftes Stillhalten gab er keine Reaktion von sich. Wie damals bei Garry, so wie bei seinen ersten, brutalen Kunden, hatte ein Automatismus von ihm Besitz ergriffen. Frei nach dem Motto 'Augen zu und durch'. Gleich würde es vorbei sein. Wenn sie sich an ihr Wort hielt ...
Stumm und starr wartete er ab, wohin das letzte Messer treffen würde. Wenn er Glück hatte, würde sie daneben treffen - oder ihn nicht gleich tödlich verletzen ...

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#82

RE: Waldstraße

in Wälder um den Starnberger See 04.03.2012 15:25
von Bloody Mary

Da der Junge nicht reagierte, zuckte Mary kurz mit den Schulternund ging wieder zu ihrer Ausgangsposition zurück. Diesmal ging sie nicht zwei, sondern gleich vier Schritte zurück. Das eine Messer umfasste sie am Griff krampfhaft mit der rechten Hand, mit welcher sie bisher geworfen hatte, und hob nun den linken Arm in die Höhe. "Das wird ein Spass, mein Süßer." Ihre Augen funkelten vor Anspannung als sich Mary umdrehte und nun mit dem Rücken zu dem Jungen stand. Sie wandte den Kopf noch einmal über die Schulter und zwinkerte ihm zu. "Das wollte ich immer schonmal ausprobieren." Sie blickte wieder nach vorne und man konnte von hinten sehen, dass sie einmal tief durchatmete. Dann wirbelte Mary auf dem einen Bein herum und warf nur einen Augenblick später das Messer, sodass sie zwar schon wieder nach vorne gerichtete stand, aber für eine richtige Orientierung nicht wirklich Zeit gewesen war. Das Messer surrte auf den Jungen zu und schlug circa acht Zentimeter von seinem Kopf entfernt neben ihm in den Baum. Mit raschen Schritten kam Mary näher um ihr Ergebnis zu begutachten und bemerkte, dass sie aber zu weit entfernt lag. Wilde Flüche und Schimpftiraden gingen ihr über die Lippen, ehe sie vor dem Jungen zum stehen kam. Als sie ihm in die Augen blickte, nahm ihr Gesicht jedoch wieder einen leicht verzückten und gleichzeitig bösartigen Ausdruck an. "Na gut. Das heißt dann wohl, dass du mir was schuldest." Ihr Blick bohrte sich förmlich in seine Augen und da sie ihm mittlerweile ziemlich nahe war, ließ sie ihm auch kaum Spielraum, ihrem Blick auszuweichen. Noch während sie so da stand zog sie das Messer wieder aus dem Baum.

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#83

RE: Waldstraße

in Wälder um den Starnberger See 04.03.2012 15:44
von Corvin • Besucher | 53 Beiträge

Marys Stimme drang wie aus weiter Ferne zu ihm vor. Ohne auch nur ansatzweise zu reagieren, verharrte Corvin auf der Stelle, ließ die weitere Prozedur über sich ergehen.
Jede Sekunde kam ihm vor wie eine Ewigkeit. Als dann endlich das lezte Messer angeflogen kam, schloß er automatisch wieder die Augen. Ein Sirren, ein leiser Einschlag - und dann hörte er Mary fluchen.

Langsam drehte er den Kopf, betrachtete das Messer, das nun ein paar Zentimeter weiter als die anderen beiden im Baum eingeschlagen war. Bevor er jedoch aufatmen konnte, spürte er Marys Atem auf der Wange. In einem Ruck fuhr sein Kopf herum.
"Na gut. Das heißt dann wohl, dass du mir was schuldest."
Auf einen Schlag wurde sein Gesicht wieder starr und ausdruckslos. Hatte er eben richtig gehört?!
"Wir hatten einen Deal! Du hat dreimal daneben getroffen, wie du gesagt hast. Und wenn du jetzt kneifst, bist du nichts weiter als ein feiges Luder!" giftete er sie an.

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#84

RE: Waldstraße

in Wälder um den Starnberger See 04.03.2012 16:14
von Bloody Mary

Als der Junge sie so unerhörlich anfuhr wurde es Mary zu bunt. Sie krallte die Fingernägel ihrer rechten Hand in seine Schulter. "Mäßige deinen Ton!" Dann steckte sie eines der beiden Messer weg. Das andere behielt sie weiterhin sicher in der Hand. "Du hast wohl bei den Spielregeln nicht richtig aufgepasst mein Hübscher. Aber ich hab heute meinen netten Tag. Und ich mag deinen Mut. Oder ist es Dummheit? Dass du nicht weißt, mit wem du dich hier gerade eingelassen hast? Naja, ich mag es und darum erklär ich sie dir nochmal. Das Messer ist mehr als fünf Zentimeter von dir entfernt eingeschlagen. Das heißt, du hast das Spiel verloren Schon vergessen?" Langsam lockerte sie den Griff ihrer Hand wieder und legte ihre Ellenbogen auf seinen Schultern ab, sodass sich ihr Gesicht nun fast unmittelbar vor seinem befand. Der Geruch des getrockneten und des frischen Blutes musste ihm nun unweigerlich in die Nase steigen. Das eine Messer hatte sie noch immer mit ihrer Hand umklammert. "Du hast das Spiel verloren. Also schuldest du mir etwas. Und ich weiß auch genau, was ich von dir will." In ihren Augen blitzte es kurz als sie ihn ansah und ihr Gesicht wich kein Stück von dem seinen zurück.

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#85

RE: Waldstraße

in Wälder um den Starnberger See 04.03.2012 16:23
von Corvin • Besucher | 53 Beiträge

Corvin spürte, wie das eklige Gefühl, gepaart mit dem widerlichen Geruch, allmählich die Übelkeit in seinem Hals hochkriechen ließ. Dennoch wich er keinen Milimeter vor ihrem Gesicht zurück. Erstens, weil er sich stur stellte und zweitens - er klebte ohnehin schon förmlich am Baum.
"Und das wäre?" fragte er tonlos.

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#86

RE: Waldstraße

in Wälder um den Starnberger See 04.03.2012 16:34
von Bloody Mary

Das er kein bisschen auf das einging, was sie sagte, ärgerte das rothaarige Biest etwas und ihre Augen verengten sich für einen kurzen Moment etwas. Doch immerhin hatte er sich bis hierhin auf ihre Spiele eingelassen und er würde es wohl kaum wagen, sich mit ihrem Tribe anzulegen nur um seiner Wettschuld zu entgehen. Sie ließ die Ellenbogen von seiner Schulter sinken und stemmte sich nun vielmehr mit der einen Hand gegen den Baum. Mit der Spitze des Messers fuhr sie nun über seinen Hals und seinen Oberkörper. "Der Tag ist noch jung und ich hatte einen fürchterlichen Start heute Morgen. Also wirst du jetzt dafür sorgen, dass der Rest dieses Tages angenehmer für mich verläuft. Du wirst mich in die Stadt begleiten und mir etwas zeigen, dass mich glücklich macht. Sollte doch nicht allzu schwer sein, oder?" Noch immer verlor das Messer den Kontakt zu seinem Körper keine Sekunde lang und Marys Gesicht hatte einen undurschaubaren Ausdruck angenommen.

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#87

RE: Waldstraße

in Wälder um den Starnberger See 04.03.2012 16:57
von Corvin • Besucher | 53 Beiträge

Alles in Corvin sträubte sich, als sie ihn weiter mit der Messerspitze traktierte. Sein Atem ging mittlerweile in mühsamen, flachen Stößen. Die Zähne fest aufeinander, versuchte er weiterhin, jetzt ja nicht den Kopf zu verlieren.
Hätte sie nicht zwei Messer gehabt, dann wäre diese Sache ganz einfach gewesen. Seine eigene Waffe brachte ihn hier nicht weiter, ebensowenig wie seine Augen-zu-und-durch-Strategie.
Er mußte irgendetwas tun!!!
"Ich soll dich also glücklich machen, ja?" wiederholte er, scheinbar genauso ausdruckslos wie zuvor. "Das kannst du gern haben!!!" Nur eine Sekunde später riß Corvin sein Knie hoch und rammte es ihr mit aller Kraft in den Magen.

Kaum daß sie ansatzweise zurücktaumelte, brach der Schwarzhaarige zur Seite aus. Blitzschnell wirbelte er herum und rammte der Verrückten nun auch noch seinen Springerstiefel in die Magengegend. Einen gezielten Griff später hatte er seinerseits wieder das Messer gezückt und ließ die Klinge aufspringen, während er selbst einen Sprung nach hinten machte. Nun war auch in seinen Augen ein fast wahnsinniges Funkeln zu sehen. Keuchend blieb er auf der Stelle stehen und starrte auf Mary hinunter, darauf gefaßt, daß sie sich nun umso heftiger wehren würde.

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#88

RE: Waldstraße

in Wälder um den Starnberger See 04.03.2012 17:09
von Bloody Mary

Mary war überrascht, als der Junge sie anschrie. Mit einer so heftigen Gegenwehr hatte die Rothaarige nicht gerechnet und schnappte nach Luft, als ihr der Tritt in den Magen die Luft aus der Lunge trieb. Mary war mit einem Knie auf den Boden gesunken und stützte sich mit der freien Hand auf dem Boden ab. Ihr Kopf war leicht nach vorne gesunken und die rote Mähne hing ihr vor dem Gesicht. Als das Mädchen wieder zu atem kam griff sie nach dem zweiten Messer und ließ dies erneut mit einem Knopfdruck aufschnappen. Sie hob langsam den Kopf, sodass ihre roten Haare ihr beinahe den Blick raubten. Doch Mary musste garnichts sehen, als sie ihre Stimme erhob. "Das wirst du noch bereuhen. Du räudiger Straßenköter!"Sie warf den Kopf mit so einem Ruck nach hinten, dass ihre Haare ihr aus der Sicht flogen. Dann erhob sich das Mädchen wieder und blickte an sich herunter. "DU HAST MEIN KLEID VERSAUT! DU NUTZLOSES STÜCK DRECK!" Mit vor Wahn geiferndem Blick und einem Ausdruck von purem Hass ihn ihrem Gesicht ging sie auf den Jungen los. Nicht, dass Mary viel gesunden Menschenverstand besäße, aber der letzte Funke Menschlichkeit hatte gerade eben ihren Platz für ein weiteres Stückchen Hass und Grausamkeit verlassen. Ihre Hände umfassten die Messer mit eisernem Griff, als sie damit nach dem Jungen schlug.

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#89

RE: Waldstraße

in Wälder um den Starnberger See 04.03.2012 17:24
von Corvin • Besucher | 53 Beiträge

Zumindest eines wußte er jetzt: Diese Frau war nicht nur komplett Irre - sie war der Wahnsinn in Person. Negativ gesehen!
Diesmal hatte Corvin war Corvin auf ihren Angriff eingestellt, als Mary auch schon wie eine Furie auf ihn losging. Was ihm den Vorteil verschaffte, daß sie dabei kaum auf ihre Orientierung achtete.
Im selben Moment, da Mary den Arm hochriß, um auf ihn einzustechen, hatte Corvin sein eigenes Messer vorgestoßen und die Klinge tief in die verletzte Schulter des Mädchens gebohrt.

Gleichzeitig spürte er, wie ihre Klinge den rechten Ärmel seines Mantels zerriß und beinahe zeitgleich tief in seine Haut am Unterarm schnitt. Mit einem wutverzerrten Schmerzschrei sprang Corvin abermals von ihr weg, riß in derselben Bewegung sein Messer aus ihrer Schulter heraus.
Einen Moment später war er auch schon herumgewirbelt und stob davon in Richtung Wald. Der einzigen Möglichkeit, sich vor ihr zu verstecken ...

Corvin rannte, ohne auch nur nach hinten zu sehen, geschweige denn den reißenden Schmerz und das Blut zu beachten. Erst, als er absolut nicht mehr konnte, ließ er sich seitwärts in eine Kuhle voll Laub fallen. Atemlos blieb er liegen, den verletzten Arm instinktiv mit dem anderen umschlungen. Mit klopfendem Herzen lag er da, rang zugleich nach Atem und lauschte, ob die Irre ihn weiter verfolgte ...

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#90

RE: Waldstraße

in Wälder um den Starnberger See 04.03.2012 17:34
von Bloody Mary

Mary schrie auf, als das Messer in ihre Wunde glitt. Doch der Schrei war weniger von dem Schmerz gezeichnet, den sie eindeutig verspürte, sondern vielmehr von dem enormen Hass und der Wut, die in ihr aufgekocht waren. Und als sie zu ihrem eigenen Blut noch den Geruch des seinigen roch, machte sich ein Grinsen auf ihren Lippen breit, als hätte sie gewonnen. Als der Junge aber zurücksprang und das Messer wieder heraus riss, sank Mary erneut in die Knie. Sie warf einen vernichtenden Blick in die Richtung des Jungen. "Ich finde dich. Egal wo du dich versteckts. Und wenn ich dich erstmal habe. Wirst du dir wünschen du wärst heute an diesem Baum gestorben." Ihr Worte waren nicht Laut, aber klar und deutlich vernehmbar und die Stimme klang nach einem Versprechen. Ihr Blick flammte quasi vor Hass auf diesen Jungen. Das würde er nicht umsonst getan haben. Doch sie ließ ihn laufen. Sie würde ihn nichtmal verfolgen. Alles was sie tat war, ihr Messer erneut mit dem gesunden Arm zu heben und es mit Präzision und Wucht nach ihm zu werden. Ob sie ihn traf oder nicht, spielte für sie garkeine Rolle. Sie würde ihn eines Tages wiedersehen und dann würde er schon merken, was es hieß Bloody Mary zu verärgern und sich nicht an die Regeln zu halten. Nur langsam kämpfe Mary sich wieder auf die Beine. Sie würde nun die Jäger losschicken. Und sie selbst würde sie begleiten. Doch dafür musste sie erstmal zurück in das Lager.

tbc: Tutzingen - Lagerfeuer

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